Sehr geehrte Leserinnen und Leser unserer Homepage,

mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 wurde die Einheit Deutschlands eingeleitet. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten wuchs jedoch die Kluft zwischen Ost und West zusammen und etwas Großartiges und Einzigartiges ist entstanden: das Europa, in dem wir heute leben dürfen: ein Europa der Freiheit, der Demokratie und der Toleranz!

Dazu stehen und tragen wir Verantwortung.
Dafür setzen wir Neuenradre Liberalen uns ein.

Wir wollen Sie über unsere Positionen zu aktuellen uns bewegenden Themen informieren.

Ihre Neuenrader Liberalen

 

Trump-Sieg: Jetzt die Nerven behalten

Das amerikanische Volk hat gesprochen. Donald Trump wird neuer US-Präsident. Dadurch sind alle Säulen, auf denen der Westen steht, gefährdet.

Wir müssen jetzt die Nerven behalten und die Vernunft einschalten. Die Wahl von Donald Trump ist das Ergebnis einer demokratischen Wahl, die es zu respektieren gilt. Die Geschichte will offenbar, dass Errungenschaften wie Marktwirtschaft, Rechtsstaat und liberale Demokratie neu begründet und erarbeitet werden. Europa als Staatengemeinschaft ist aufgefordert, schnellstmöglich gemeinsam zu agieren. Einzelattacken bringen gar nichts. Europa muss gemeinsam sicherheits- und wirtschaftspolitische Konsequenzen ziehen.

Nach diesem Wahlergebnis ist klar, es wird sich etwas verändern und diesen Veränderungen kann sich Europa am besten gemeinsam stellen. Allerdings müssen hierfür endlich die europäischen Institutionen reformiert werden. Europa ist aufgefordert, in der Außen- und Sicherheitspolitik schnellstmöglich die Fortschritte zu gehen, die nötig sind, um europäische Werte, Interessen und Sicherheit nach innen wie nach außen zu verteidigen. Weder im Kampf gegen den Terrorismus, noch in der Bewältigung der Migrationskrise oder im Umgang mit möglichen außenpolitischen Verwerfungen kann sich die EU bzw. wir uns auf die Unterstützung der USA verlassen. Europa muss erwachsen werden oder es wird scheitern.

In den USA hat eine Mittelschicht für Trump gestimmt, die sich nicht nur ökonomisch abgehängt, sondern auch kulturell fremd im eigenen Land fühlt. Das darf uns nicht passieren. Die Bedürfnisse der Mittelschicht müssen ernst genommen werden, dann haben sie keinen Grund irgendwann auf Protest zu setzen.

Der Gesprächsfaden darf nicht abreißen. Die Ungewissheit über Politik und Personal, die ein Präsident Trump mit sich bringt, erfordert umso mehr einen intensiven Dialog. Auch wenn ich mir ein anderes Ergebnis gewünscht hätte, wird man in Zukunft mit dem neuen Präsidenten zusammenarbeiten müssen, darf das Gespräch niemals abreißen. Ob und wie dies gelingen kann, ist offen, denn noch ist es zu früh, über die konkreten Inhalte und Auswirkungen einer Präsidentschaft von Donald Trump zu spekulieren. Vieles hängt auch davon ab, in welche Richtung sich die wohl tief gespaltene republikanische Partei entwickeln wird.

Was wir hieraus unbedingt lernen sollten, ist dass bei dieser Wahl vor allem die gesprochen haben, die wir Europäer anscheinend nicht kennen, oder, wenn wir sie kannten, ihnen keine entscheidende Bedeutung beigemessen haben. Mit Besorgnis nehmen wir wahr, dass immer mehr autorisierte Systeme auf dem Vormarsch sind, Argumente für die Freiheit dagegen auf dem Rückzug. Hier gilt: endlich auch öffentlich Farbe zu bekennen!